Kronen / Brücken

Kronen / Brücken

Bei Zahnbrücken und (künstlichen) Zahnkronen handelt es sich um festsitzenden Zahnersatz – im Gegensatz zu Teil- und Totalprothesen, die herausnehmbar sind. Als „Zahnkrone“ wird dabei die Ummantelung eines noch bestehenden, aber (stark) beschädigten Zahnes bezeichnet, während man von einer „Zahnbrücke“ spricht, wenn ein verloren gegangener Zahn vollständig ersetzt wird.

Massgebend für die Entscheidung, ob eine Krone oder Brücke eingesetzt wird, ist die Frage, ob nur die (natürliche) Zahnkrone oder auch die Zahnwurzel beschädigt ist.

Kontaktieren Sie Dr. Enrico Naldi - Ihren Zahnarzt in Zug, um sich über Ablauf sowie Vor- und Nachteile (etwa auch gegenüber einem Zahnimplantat) zu informieren!

 

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Künstliche Zahnkronen und Zahnbrücken als Zahnersatz

Behandlungen Zahnarzt Zug

Zahnersatz in Form von Zahnkronen bzw. Zahnbrücken ist dann angeraten, wenn ein natürlicher Zahn aufgrund eines Unfalls oder aufgrund von Karies so stark beeinträchtigt ist, dass eine Füllung den Defekt nicht zu schliessen vermag. Folgeerscheinungen eines vollständigen Verlustes eines oder auch mehrerer Zähne durch Erkrankungen der Zahnsubstanz oder des Zahnbettes können mitunter sein:

  • Schwierigkeiten beim Kauen und Artikulieren
  • Beeinträchtigung in der Stabilität des Zahnapparates
  • Potentiell damit einhergehend: Fehlbelastung von Muskulatur und Gelenken
  • Verändertes Erscheinungsbild

In erster Linie kommen künstlichen Zähne daher zum Einsatz, um grössere Zahnschäden zu kompensieren und dem Patienten ein möglichst natürliches Kauverhalten zurückzugeben. Moderne Zahnkronen sind dabei farblich nicht von echten Zähnen zu unterscheiden. Auch sog. tote Zähne werden nach einer Wurzelbehandlung teilweise überkront. In der Regel werden Kronen und Brücken heutzutage entweder aus Keramik oder aus einer Metall-Keramik-Verbindung gefertigt.

Gegenüber dem Zahnersatz durch ein Zahnimplantat ist bei Zahnkronen und -brücken kein chirurgischer Eingriff notwendig. Zahnimplantate setzen zudem leider auch oft einen Knochenaufbau voraus, der sich in der Regel über einen grössen Zeitraum erstreckt.

 

Was ist eine Zahnkrone?

Bei der (natürlichen) Zahnkrone handelt es sich um den Teil des Zahns, der aus dem Zahnfleisch herausragt, während die Zahnwurzel den Zahn im Kiefer verankert und in der Regel nicht oder nur zum Teil sichtbar ist. Ist lediglich die natürliche Zahnkrone beschädigt, aber die Zahnwurzel nicht, wird die natürliche Zahnkrone angeschliffen und auf ihr die künstliche Krone befestigt. Ist die natürliche Zahnkrone bereits soweit reduziert, dass die künstliche Krone auf ihr nicht mehr ausreichenden Halt finden würde, wird eine sogenannte Stiftkrone eingesetzt, bei der die Krone mit einem Metallstift in der Zahnwurzel verankert wird. Dies setzt allerdings eine vorgängige – oder allenfalls schon vorhandene – Wurzelbehandlung des Zahnes voraus.

 

Keramik oder Metall – Individuelle Überkronungen vom Spezialisten

Eine Zahn-Krone kann aus verschiedensten Gründen notwendig sein. Neben der Komplettierung beschädigter Zähne kann sie als Verankerung von Brücken dienen oder wurzelbehandelte Zähne stabilisieren. Je nachdem, welche Funktion die Krone erfüllt und an welchen Zahn sie gesetzt wird, gibt es verschiedene Anforderungen. Betrifft die Kronen etwa einen Backenzahn, so ist eine sehr hohe Widerstandsfähigkeit besonders wichtig, insbesondere wenn der Patient zu Zähneknirschen neigt. In diesem Fall bietet sich eine Krone mit Metallkern an, eine sog. Verbund-Metall-Keramik Krone (VMK). Demgegenüber liegt der Fokus bei sichtbaren Vorderzähnen auf der Ästhetik: Hier empfiehlt sich daher eher eine Zahn-Krone aus Vollkeramik. Denn auch wenn sich das Zahnfleisch im Lauf der Jahre zurückbildet, sieht man – anders als bei Metallkeramikkronen – bei Vollkeramik-Kronen keine freiliegende Basis.

Ganz allgemein zusammengefasst unterscheiden sich künstliche Zahnkronen in diesen Eigenschaften:

  • Aussehen (zahn- oder metallfarben)
  • Material (Kunststoff, Gold, Keramik, Materialmix etc.)
  • Zahnstumpf-Präparation
  • Grösse der Krone (Teilkrone oder Vollkrone)
  • Art der Befestigung am bzw. im Zahn (Stiftkrone, Jacketkrone, zementierte oder geklebte Zahn-Krone)

Lassen Sie sich in der Praxis von Zahnarzt Dr. Naldi ausführlich zur Zahnbehandlung beraten, um die passgenaue Lösung für Ihren Zahnersatz zu finden! Gerne unterstützen wir Sie auch in allen Fragen zur Finanzierung.

 

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Arten von Zahnkronen im Überblick

  • Vollkeramikkrone: komplett aus Keramik, wie z.B. Zirkonoxid (heutiger Standard)
  • Verbund-Metall-Keramik Krone (VMK): haben einen Kern aus einer speziellen Metall-Legierung und sind mit Keramik verblendet (2. Wahl, v.a. bei Knirschern etc.)
  • Stiftkronen: sind mit Stiften aus Titan oder Spezialkeramik im Zahn verankert
  • Teleskopkrone: als Verbindungselemente für Zahnprothesen
  • Vollgusskrone: Metall- und Goldkronen (wird heute praktisch nicht mehr gemacht
  • Verblendkrone: ganz oder zum Teil zahnfarben beschichtet (ebenfalls veraltet)


Behandlungsablauf bei einer Zahnkrone

In der Regel sind zwei Termine notwendig, um eine Zahnkrone einzusetzen. Eine weitere Kontrolluntersuchung einige Wochen nach Einsatz der künstlichen Krone ist manchmal nötig.

  1. Abdrucknahme und provisorische Zahnkrone: Unter örtlicher Betäubung entfernt der Zahnarzt den zerstörten Teil des natürlichen Zahnes und befreit ihn von Ablagerungen und Karies. Vom präparierten Zahnstumpf an der betroffenen Stelle wird dann ein Abdruck genommen, der die Basis für die individuell gefertigte Krone darstellt. Auch die Zahnfarbe wird bei diesem ersten Termin festgelegt. Mithilfe der Abdrücke stellt der Zahntechniker im Labor die Krone her und schickt sie dann zurück in die Zahnarztpraxis. Der Zahnstumpf wird für diese Übergangszeit mit einer provisorischen Krone aus Kunststoff versorgt.
  2. Einsetzen der Krone: Ist die Krone hergestellt, wird Sie dem Patienten – evtl. unter lokaler Betäubung aufgesetzt, um zu überprüfen, ob sie gut passt und die korrekte Bisslage erfüllt. Ist dies der Fall kann die künstliche Zahnkrone direkt mit einem Spezialzement verklebt werden. Abschliessend schleift der Zahnarzt die Oberfläche der Kaufläche der Krone wenn nötig ein, um einen absolut perfekten Sitz zu garantieren und Druckschmerzen beim Zubeissen zu verhindern.

 

Was ist eine Zahnbrücke?

Ist nicht nur die Krone des Zahns beschädigt, sondern auch die Zahnwurzel und muss entfernt werden, wird die Zahnlücke durch eine Brücke geschlossen. Dazu werden auf die der Zahnlücke benachbarten Zähne (die sogenannten Pfeilerzähne) künstliche Kronen aufgebracht, an denen als Zwischenglied der Zahnersatz befestigt wird, so dass wieder eine geschlossene Zahnreihe entsteht. Alternativ kann statt einer Brücke auch ein Einzel-Zahnimplantat eingesetzt werden, also ein künstlicher Ersatz der verlorenen Zahnwurzel. Auf dem Zahnimplantat wird dann die künstliche Zahnkrone befestigt.

Konventionelle oder Adhäsivbrücke?

Während der Zahnarzt die konventionelle Brücke mit einem spezifischen Zahnzement an den benachbarten Zähnen (sog. Brückenpfeiler bzw. Pfeilerzähne) befestigt, wird die Adhäsivbrücke (auch Klebebrücke oder Marylandbrücke) mithilfe eines Klebers ganz ohne Zement an den Nachbarzähnen befestigt. Voraussetzung einer konventionellen Zahnbrücke sind stabile, fest im Kiefer verankerte Nachbarzähne.

Gibt es Kontraindikationen für eine Brückenrestauration?

Folgende Indikationen sprechen gegen den Einsatz einer Zahnbrücke:

  • Stabilität und ausreichender Halt im Kiefer sind nicht gewährleistet
  • Statisch ungünstige Position für eine Zahnbrücke
  • Einschränkungen des Patienten, die eine ausreichende Pflege der Zahnbrücke verhindern

Behandlungsablauf bei einer Zahnbrücke

Da jede Zahnbrücke individuell hergestellt wird, muss sie sorgfältig geplant werden. In einer Voruntersuchung wird daher wenn nötig ein Röntgenbild des Kiefers angefertigt, um die Pfeilerzähne zu überprüfen. Je nach Komplexität der Brücke und nach Stelle, an der sie zum Einsatz kommt, sind mehrere Sitzungen notwendig; in der Regel sind es zwei bis drei. Auch hier werden die betroffenen Zähne zunächst von Karies befreit und für den Abdruck präpariert, sodass nach der Fertigstellung eine passgenaue Brücke aufgesetzt, mit Zement verklebt und abschliessend wenn nötig eingeschliffen werden kann.

 

 

Richtige Pflege von Zahnbrücken und -kronen

Patienten können selbst dazu beitragen, den Zahnersatz langlebiger zu machen: Gewissenhaftigkeit in der Zahnpflege und eine gründliche Mundhygiene sind das A und O, das gilt nicht nur für den natürlichen Zahn. Vielmehr noch: Bei Zahnersatz ist umso grössere Sorgfalt geboten. Die Gefahr, dass sich Ablagerungen an den Übergängen zwischen gesundem Zahn und künstlichem Zahnersatz sammeln und sich entzünden, können Sie dadurch minimieren, dass Sie an der betreffenden Stelle richtig reinigen. Hier empfehlen wir neben dem täglichen Einsatz von Zahnseide auch die Reinigung mit speziellen Bürstchen. Lassen Sie sich von Ihrem Zahnarzt beraten, um Ihre Zahnbrücke optimal pflegen zu können.

Sie haben Probleme mit Ihrer vor einigen Jahren eingesetzten Krone oder Brücke? Dr. Naldi berät Sie gerne zu Behandlungs- oder Sanierungsmöglichkeiten.

 

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